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Über mich

Warum tue ich, was ich tue? Weil ich davon überzeugt bin, dass es richtig ist, dass ich es tue. Das ist logisch, sonst würde ich es ja nicht tun. Es ist daher nicht die Frage, welchen Sinn mein Leben hat, sondern welchen Sinn ich in meinem Denken und Handeln sehe. Das ist entscheidend. Natürlich weiß ich nicht, ob das in einem absoluten Sinn richtig ist. Aber für mich ist es das.

Doch ich tue das nicht einfach drauflos, sondern suche das, was ich tun will, meditativ zu verifizieren. Dabei geht es mir nicht vorrangig um mich, vielmehr geht es mir darum, meine Kompetenzen und Fähigkeiten zu leben. Ob es wirklich Kompetenzen und Fähigkeiten sind, kann ich natürlich nicht objektiv wissen, aber ich gehe davon aus. Auch das ist logisch.

Ob ich mich dazu berufen fühle? Nein, das tue ich nicht. Das wurde mir in einem Gespräch klar, als wir feststellten, dass unser Umfeld und unser Erleben die Grundlage ist, auf der wir unsere Entscheidungen aufbauen. Verantwortung zu übernehmen heißt Antworten auf das zu gegeben, was ich erlebe.

Alles, was ich erlebe und was mir in diesem Sinn begegnet, fordert eine Antwort von mir. Ich kann mich natürlich auch taub stellen und nichts tun, mich mit irgendwas beschäftigen und denken, ich könnte meine Hände in Unschuld waschen, weil ich doch nichts tun würde. Doch so funktioniert meines Erachtens nach ein bewusstes Leben nicht. Also will ich gedanklich nicht vor mich hindümpeln und den Schlaf der (vermeintlich) Gerechten schlafen. Aber ich will auch nicht über die Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft und den Ungereimtheiten im Leben jammern und klagen.

Also beschäftige ich mich mit den Dingen, von denen ich denke, dass ich eine Ahnung davon habe. Alles andere überlasse ich denen, die besser als ich darüber Bescheid wissen. Ich bin nicht Mainstream tauglich; nur mitzuplappern, weil alle darüber reden, ist nicht mein Ding. Ich sage nur dann etwas, wenn ich denke, dass ich etwas Substanzielles dazu zu sagen habe. Konventionelle Gespräche sind schwierig für mich. Also lasse ich sie soweit möglich.

Wenn ich meine ‚Vision’ beschreiben sollte, dann würde ich es mit diesen Worten tun:

Der Mensch ist kein Tropfen im Ozean,
nein, er ist der Ozean in einem einzigen Tropfen.

Doch bis dahin ist es noch ein ordentliches Stück Weg, bis wir das nicht nur verstanden haben, sondern auch leben können. Und ich sage bewusst ‚wir’, nicht weil ich für andere sprechen könnte, sondern weil wir es zusammen hinbekommen müssen.

Doch wie komme ich dort hin? Das ist die wichtige Frage!